Sonntag, 5. Februar 2017

Konzertbericht + Fotos: Epica im Capitol Hannover 2017


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Robotic Legion mobilisiert im Capitol!

Und das am 29.01.2017 von Epica, die derzeit mit Powerwolf auf ihrer The European Principle Tour sind, die sie auch ins Capitol Hannover führte. Dort lieferten sie wie gewohnt ab und konnten so die Massen vor Ort für sich begeistern.

Mit im Gepäck hatten die sechs Musiker ihr neues Superalbum "The Holographic Principle", das die Setlist mit 7/12 Plätzen dem Tourtitel entsprechend auch tatsächlich dominierte. Sicher kein Fehler, angesichts der Qualität der Songs an sich, als auch ihrer hohen Live-Tauglichkeit. Dieses wurde bereits mit Intro + Opener "Edge of the Blade" eindrucksvoll unter Beweis gestellt, denn die Band überzeugte von der ersten bis zur letzten Minute. So konnte auch die erneute Aufführung von "Cry for the Moon" und "Consign to Oblivion" nicht abschrecken - zwei großartige Songs, die allerdings auf ihren jeweiligen Alben nicht alleine dastehen und ruhig auch mal abgelöst werden könnten. Darüber hinaus war es aber besonders erfreulich, dass es "The Essence of Silence" als Überbleibsel von "The Quantum Enigma" erneut auf die Setlist geschafft hat. 

Neben der Songauswahl war auch mit den Musikern zu rechnen, die ihre Stärken gewohnt ausspielten. Simone Simons (Gesang) begeisterte neben ihrer Stimme mit viel Herzlichkeit, Humor (um Nachhilfe in synchronem Handbangen wurde gebeten) und der konsequenten Anwendung der deutschen Sprache. Mark Jansen (Grunts, Gitarre) gelang wie üblich der Spagat zwischen ins Mikrofon grölen und in die Saiten schlagen, dabei noch mobil sein und immer wieder durch wehende Haare und ein Lachen der Spielfreude Ausdruck verleihen. Das konnte sich auch beim Publikum durchaus regen. Hauptzuständig war hierfür in diesem Jahr die Kombi Isaac Delahaye (Gitarre) und Coen Janssen (Keyboard). Die beiden kamen immer wieder aufeinander zu und machten nicht nur faxen, sondern verliehen ihrer tiefen Liebe beispielsweise auch durch das Bilden eines Herzens Ausdruck.;)
Ganz nebenbei spielten sie auch ihre Instrumente. Isaac hatte dabei unter anderem in einem Solopart die Gelegenheit, seine Gitarrenkünste zu demonstrieren, darüber hinaus war er auch als ergänzender Grunzer überraschend gut. Coen indes wechselte zwischen mobilem und festem Keyboard, wobei auch das feste Exemplar durch zahlreiche Drehungen auffiel. Der Tastenkünstler verursachte zudem scheinbar beinahe einen Herzinfarkt beim aufmerksamen Security, als er beherzt in den Pit sprang, um den Fans näher zu sein. 
Ebenfalls einen tiefen Eindruck hinterließ Rob van der Loo (Bass), dessen Auftreten zwischen Fels in der Brandung und Grizzli auf Ecstacy schwankte. Dabei wechselte er genau so häufig den Platz wie der Rest der Band. Abgesehen von Arien van Weesenbeek (Schlagzeug), der wenig überraschenderweise die meiste Zeit über an seinem Platz blieb - sich aber schon hin und wieder von seinem Hocker erhob und auch so durch Akustik und Optik präsent blieb. 
Dies war nicht zuletzt dem Licht zu verdanken, das an diesem Abend hervorragend war. Epica verstehen es, sich sich von ihrer besten Seite zu zeigen, wobei die Betonung auf "zeigen" liegt. Die Band reist mit eigener Lichtinstallation, die auch häufig Verwendung findet, vernachlässigt darüber hinaus aber nicht die Sichtbarkeit und gibt dem Publikum damit die Möglichkeit, die ganze Bandbreite an Handlungen und Emotionen wahrzunehmen - von der Frontfrau bis zum Schlagzeuger. Zusätzlich wurde an diesem Tag mit einem leuchtenden Dreieck aufgewartet, das ein neues Element speziell von "The Holographic Principle" ist. 
Neben Neuem setzte die Band vor allem auf ihre altbewehrte Dynamik und ging darüber hinaus stetig auf die Fans ein. Dies zeigte sich beispielsweise als Isaac das Publikum in Parterre und auf Balkon auf lustige Animateurweise gegeneinander "ausspielte" oder als Mark die Guy-Fawkes-Maske zückte, weil jemand im Publikum sie trug, obwohl das für diesen Abend eigentlich nicht vorgesehen war. Das ist überaus sympathisch, insbesondere bei einer efolgreichen Band wie Epica. 

Insgesamt also ein Rundum-Erfolg, der das Urteil zum neuen Album auch live bestätigt und Lust macht auf die nächste Tour!

Setlist:
1. Eidola
2. Edge of the Blade
3. A Phantasmatic Parade
4. Universal Death Squad
5. The Essence of Silence
6 Ascension - Dream State Armageddon
7. Dancing in a Hurricane
8. Unchain Utopia
9. Cry for the Moon
10. Sancta Terra
11. Beyond the Matrix
12. Consign to Oblivion



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