Samstag, 6. Juli 2019

160 Jahre, Tag 1.3: Großer Kommers der Jubiläumsvereine (20.06.2019, 18:30 Uhr)

Applaus bis einer weint!

Im Anschluss an die Kranzniederlegung am Ehrenmal startete pünktlich um 18.30 Uhr der große Kommers der Jubiläumsvereine, wobei das Attribut "groß" mit fast 500 anwesenden Gästen tatsächlich verdient wurde. 
Eröffnet wurde die Veranstaltung vom 1. Vorsitzenden des SC Harsum Alois Wirries, der zwar zu Beginn Schwierigkeiten hatte, sich beim Publikum Gehör zu verschaffen, im Anschluss aber eine ansprechende Eröffnungsrede mit einer Mischung aus feierlichem Ernst und dem gewohnten Humor hielt und auch als Moderator durch den Abend führte. Zu Beginn hielt er sich bewusst kurz und kam nach einem Einstieg über 100 Jahre SC Harsum und 60 Jahre Fanfarenzug Luiersburg Harsum direkt zu den Begrüßungen einzelner prominenter Persönlichkeiten des Vereins und der Region.


Einzelne Gäste wurden gesondert begrüßt.

Es folgte die Begrüßung des 1. Vorsitzenden des Fanfarenzuges Ingo Mausolf, der sich bei seiner Rede ebenfalls kurz hielt, da die meisten seiner Punkte bereits vorweggenommen wurden und das geplante Programm straff war.  Er ergänzte noch eine Begrüßung und wünschte einen schönen Abend. 


Es folgte eine Abwechslung aus Gastrednern und Ehrungen, wobei das Bühnenprogramm von einer Leinwand mit projezierten Fotos zum SC-Jubiläum begleitet wurde. Verantwortlich dafür zeichnete sich Holger Gangwisch

 
Erster Festredner des Abends und damit Inhaber der Eröffnungsrede war Michael Weiner, ehemaliger Fifa-Schiedsrichter, der von 1993 bis 2006 weit über 200 Bundesliga-Spiele gepfiffen hat und auch in Harsum als Schieri tätig war. Bemerkenswert fand der sympathische Haseder am SC Harsum immer die gezeigte Gastfreundschaft den Schiedsrichtern gegenüber ("nach dem Spiel nicht vom Acker gejagt") und den Einsatz der für den SC tätigen Ehrenamtlichen. 


Zunächst wurde der Sieger der Schützenscheibe verkündet. Beim SC-Jubiläumsschießen konnten sich alle Mitglieder des SC Harsum im Vereinshaus des Schützenvereins im Luftgewehrschießen messen und gleichzeitig um die Schützenscheibe zu 100 Jahre SC Harsum kämpfen. Als stolzer Sieger ging dabei Timo Rehbein hervor, der mit einem Teiler von 1,4 den besten Wert erzielen konnte und seine Urkunde sichtlich glücklich gen Zeltdecke hob. Den zweiten Platz machte Thomas Bludau (15,0), gefolgt von Siggi Rieger (16,6) auf dem dritten Platz.


Es folgten die Ehrungen des Fanfarenzuges, welche von Ingo Mausolf und dem 2. Vorsitzenden Carsten Domke durchgeführt wurden, wobei Andreas Ernst im Namen des Kreismusikverbandes Hildesheim und sein Kollege, der 2. Vorsitzende Bernward Vollmer als ausführendes Organ auf die Bühne gebeten wurden. 
Den Anfang machte Bärbel Licht, die für ihre zehn Jahre als förderndes Mitglied im Fanfarenzug Luiersburg geehrt wurde, darüber hinaus aber auch verdientes Mitglied beider Jubiläumsvereine ist und als eine der wenigen bei jeder einzelnen Veranstaltung des Jubiläumsprogramms anwesend war und sich sowohl vor Ort als auch hinter den Kulissen engagiert hat, weshalb wohl auch von Domke um einen besonderen Applaus gebeten wurde.


Als nächstes wurden vier aktive Musiker des Fanfarenzuges auf die Bühne gebeten. Zunächst die drei Trompeter Gisela Metfessel, Gert Metfessel und Alexandra Brand, die jeweils auch noch andere Funktionen im Verein bekleiden und vom KMVH mit der bronzenen und vom Fanfarenzug mit der silbernen Ehrennadel versehen wurden.


Es folgte die Ehrung von Carsten Domke für zehnjährige aktive Mitgliedschaft ebenfalls mit der Bronzenadel. Daraufhin gab es einen Sprung direkt zur goldenen Nadel, die Uwe Hartmann und Alois Wirries für 30 Jahre fördernde Mitgliedschaft im Fanfarenzug verliehen wurde.


Als Höhepunkt seines Teils benannte Ernst die Auszeichnung der beiden nach wie vor aktiven Gründungsmitglieder des Fanfarenszuges Manfred Eggers und Heinrich Baule, die gemeinschaftlich Richtung Bühne schritten. Eggers wurde als Beherrscher nahezu aller am Zug beteiligten Instrumente hervorgehoben sowie für die verschiedensten ausgeübten Ämter im Laufe des Vereinsbestehens. Er erhielt eine Urkunde für 60 Jahre aktive und fördernde Mitgliedschaft im Fanfarenzug Luiersburg Harsum. Zudem erhielt er vom Fanfarenzug Dank und eine zum Tisch umgebaute Trommel. Heinrich Baule erhielt dieselbe Urkunde und Nadel vom KMVH und ihm wurde von Domke dafür gedankt, extra aus München angereist zu sein. Um ihn für seine Leistungen im Dienste des Vereins zu danken, wurden ihm seine alte Fanfare in aufpoliertem Zustand und eine Gedenktafel überreicht.


Zu guter letzt ehrte Ernst als besonderen Jubiliar den Verein selbst, als dessen Stellvertreter Mausolf eine Urkunde entgegen nahm. Daraufhin ließ es sich Domke nicht nehmen, selbst noch ein paar Worte an das Publikum zu richten, in denen er sich erfreut darüber zeigte, dass das ausgerichtete Zeltfest die Vereine Harsums näher zusammen bringe, wofür er den Beteiligten herzlich dankte.


Es folgten die Ehrungen des SC Harsum, die von Alois Wirries vorgenommen wurden. Den Beginn machten die erfolgreichsten Jugendschützen, wofür Jugendwart Jörg Steinfurth sichtlich stolz auf seine Schützlinge unterstützend auf die Bühne kam.  Den dritten Platz erreichte Peter Kapell mit 72,6, der Zweitplatzierte war nicht anwesend. Für den ersten Platz wurde Nicolas Buse für eine Leistung von 69,3 mit einer Urkunde ausgezeichnet.


Für den Rest der Ehrungen assistierte 2. Vorsitzender Henning Licht. Darunter Nicolas Bettels, Steffen Volkermann, "Chefsohn" Jan Thorben Wirries (AW: "auf alle Fälle sind wir jetzt eine vollständig geehrte Familie") und Olli Kreuger, die jeweils mit der silbernen Ehrennadel für 25 Jahre SC-Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden.


Bereits die goldene Ehrennadel für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft ging an Uwe Hartmann ("Du wirst heute auch von jedem geehrt, wa?"), der mit dem Vorsitzenden in einer Mannschaft gespielt hatte und wenn er gefoult wurde selbigem das Gefühl vermittelte, gleich stürbe er, der Freistoß kam aber erst, wenn er wieder stand - "und dann hat er ihn geschossen". Ebenfalls für 50 Jahre wurde "Ballverwerter" Heijo Leffler mit der goldenen Ehrennadel geehrt. Zuletzt gesellte sich der aus ebenfalls vielen "Matches" bekannte Peter Wulfes zu den Golden 50s.


Auf die Ehrungen folgten die Grußworte, wobei Gemeindebürgermeister Marcel Litfin die Poleposition übernahm. Er gab sich überwältigt, von dem was für das 160-jährige Jubiläum "auf die Beine gestellt wurde". Er unterstrich, dass 160 Jahre Vereinsarbeit gleichzeitig 16 Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement bedeuten würden - ein Grund zum Feiern. Er sehe Musik wie auch Fußball als wichtiges Verbindungsglied zwischen den Menschen und freute sich besonders darüber, sich in den Kreis der Gratulanten einreihen und herzlich gratulieren zu können. Zudem schlage sein Herz nach fast 30 Jahren Mitgliedschaft auch weiterhin für den SC, was er mit dem Erzählen der ein oder anderen humorvollen Anekdote unter Beweis zu stellen vermochte. Darüber hinaus lobte er insbesondere die Jugendarbeit des Vereins und erinnerte in dem Zusammenhang an die verstorbene ehemalige Jugenwartin Antje Schlote - ein emotionaler Moment. Zu guter letzt benannte er das Vereinsleben als einen Kontrast zu der immer stärker technisierten Welt und schloss mit einem aufrichtigen Dank an beide Vereine und das Organisationsteam.


Als nächster Redner war der beschwingte Theo Heckeroth von der Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Vereine an der Reihe. Er startete seine Rede mit einem Vers an den Fanfarenzug und sprach anschließend Dank und Glückwünsche aus. Dem SC Harsum wurde ebenso ein selbst gedichteter Vers gewidmet - eine "Herzensangelegenheit". Auch er hob die Bedeutung der Ehrenamtlichen hervor und sprach von Glücksgefühlen, einem 100-jährigen Jubiläum beiwohnen zu können. Er schloss mit den besten Wünschen für beide Vereine und einem ausgewachsenen Partywunsch für die kommenden drei Tage.


Als dritter Redner betrat Schiedsrichter Marc Ehrig das Podium. Er übermittelte Grüße der SPD-Politiker Bernd Westpfahl (Bundestagsabgeordneter), Markus Brinkmann (Landtagsabgeordneter) und Olaf Lewon (Landrat), die sich bereits für den Festumzug am Sonntag angekündigen ließen. Ehrig wünschte für die kommenden Tage alles Gute und darüber hinaus "möglichst wenig Gegentore, möglichst viele leidenschaftliche Musiker und natürlich immer den richtigen Ton" - bei der Musik und "aus der Pfeife des Schiedsrichters".

Eine weitere "Kleinigkeit für den Fanfarenzug" war nun zu erfüllen, wofür sich Alois Wirries Hilfe erbat, woraufhin zwei weibliche Mitglieder des Musikvereins mit hinter dem Rücken verborgenen Gegenständen die Bühne betraten, woraufhin erneut Carsten Domke und Ingo Mausolf nach vorne gebeten wurden. Allo überreichte den beiden im Auftrag des Fanfarenszuges eine Jubiläumsurkunde als "Dank und Anerkennung", auf der die Vereinsmitglieder unterschrieben hatten, sowie zwei Getränkedosen, die von Domke euphorisch den Gästen präsentiert wurden.


Frank Wodsack schloss sich mit seinen Grußworten an und übermittelte die allerherzlichsten Glückwünsche vom Kreis- und Landessportbund Hildesheim zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des SC Harsum. Er bezeichnete den SC als "kerngesunden" Verein, der mit ca. 400 Mitgliedern und hervorragender Jugendarbeit sehr gut aufgstellt sei. Der SC sei als klassischer Fußballverein Vorbild für viele andere Vereine in dieser Region. Er erinnerte zudem an das 75-jährige Jubiläum, bei dem Alois Wirries gerade seinen Vater als ersten Vorsitzenden beerbt hatte und bat um einen Applaus für die vergangenen 25 Jahre, zumal nicht so oft ein Vorsitzender zwei bedeutende Jubiläen erleben würde ("was ganz, ganz Besonderes"). Es folgten Worte zur Lage des organisierten Sports an sich in einer sich wandelnden Welt. Den Sport bezeichnete er als "Krisenbewältiger" und den Fußball als "Integrationsmotor". Er schloss mit einem Gedicht von Wilhelm Busch: "Willst du früh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben. Willst du nicht zu früh ins Grab, lehne jedes Amt gleich ab." sowie einem Appell, ehrenamtlich tätig zu werden und einem Dank an diejenigen, die es bereits sind und warb zuletzt noch um Unterstützung für die Bewerbung des Landkreises Hildesheim zur Kulturhaupstadt 2020, um endgültig mit einem Detlev-Winter-Zitat zu schließen: "Es lebe der SC Harsum! Lasst es ordentlich krachen!", kam aber nochmal auf die Bühne zurück um eine goldene Plakette des Landessportbundes Hildesheim zu überreichen.


Als letzte Redner wurden Bezirksvorsitzender August Wilhelm Winsman bekannt als Auwi und Schatzmeister Werner Selzer vom Kreis Sportbund Hildesheim aufgerufen. Auwi sprach im Namen des deutschen Fußballbundes und als Vizepräsident des niedersächsischen Fußballverbandes und übermittelte die allerherzlichsten Grüße und Glückwünsche zum 100-jährigen Jubiläum. Ausdrücklich mit einbeziehen wollte er dabei den LMV Kreis Hildesheim. Dass 1919 nur wenige Monate nach dem ersten Weltkrieg in Harsum ein Fußballverein gegründet wurde, bezeichnete er als bemerkenswert und nicht weit verbreitet, da die meisten Sportvereine als Turnvereine gegründet worden seien. Stolz könne man auch als Niedersachse sein, da der Fußballsport an sich 1874 von dem braunschweiger Gymnasiallehrer Konrad Koch eingeführt worden sei. 


An dieser Stelle sah sich Allo genötigt, die bereits während des Kommersbeginns immer mal wieder aufkommende und nach hinten hin gewachsene Unruhe entsprechend zu kommentieren und mit sehr energischen Worten um ein wenig Höflichkeit und Ruhe für den Redner zu bitten, was bei den Zuhörern für sehr viel Beifall sorgte.


Und schon konnte die ansprechende Rede mit etwas weniger Störgeräuschen weiter gehen. Begeistern konnte Auwi dann auch mit einem "kleinen Quiz", in dessen Verlauf er fragte, was an verschiedenen Daten beim SC Harsum war. Zwar konnte niemand die Fragen beantworten und es gab somit auch kein Freibier für den Sieger, aber es zeigte, dass Auwi die von ihm bezeichneten "wunderschönen Erinnerungen" an den SC Harsum tatsächlich im Gepäck hatte und so mit den Anwesenden teilen konnte, denn er war damals Schiedsrichter in Harsum - mit Michael Weiner als Linienassistent, dessen positive Erfahrungen er teilte, was auch sein Wunsch für die nächsten 100 Jahre an den SC Harsum war.
Es folgten letzte Ehrungen des SC Harsum, vorgenommen von Allo, unter Mithilfe der beiden Herren und Henning Licht, der Walter Wedig auf die Bühne bat, sowie die Gäste sich für ihn und seine Ehrung für 60-jährige Mitgliedschaft im SC Harsum und somit ein "echtes Harsumer Urgestein" zu erheben, was sie bereitswillig taten. Allo gab eine Anekdote zum Besten, in der Wedig während eines Spiels einen Ball in "den Sack" bekommen hatte und direkt in den Wald lief, um zu gucken, "ob noch alles dran war", er flog aber während seiner Spielerkarriere nie vom Platz.
Ihm folgte Benno Baule, der für 70 Jahre SC Harsum mit besonders viel Applaus geehrt wurde. 
Als dritter im Bunde betrat Hänsel Kemnah die Bühne, der direkt aus dem Grömitzer Strandkorb nach Harsum gekommen war und somit die weiteste Anreise hinter sich hatte. Auch er wurde für 70 Jahre Vereinsmitgliedschaft inklusive fünf Jahre als Vorsitzender geehrt. 


Nun sollte es die bereits von Auwi angesprochenen "Geburtstagsgeschenke" geben, wofür er "Doktor Allo" zu sich bat und ihm stellvertretend für den Verein ein Relief zu Ehren von 100 Jahren SC Harsum vom Deutschen Fußballbund, einen Geldumschlag mit einem Gutschein über 500 Euro, ein schönes Wandbild und ein Netz voller Fußbälle, verbunden mit dem Wunsch, die Bälle mögen möglichst oft in des Gegners Tor landen, überreichte.


Jetzt ergriff Werner Selzer das Mikrofon und übermittelte noch einmal viele Grüße von ihrem erkrankten Vorsitzenden Detlev Winter. Er brachte zwei Ehrungen mit, von denen die erste an Holger Gangwisch, für langjährige SC-Mitgliedschaft seit 1976 und Arbeit als Schriftführer im Vorstand, Schatzmeister (seit 2000), Stadionsprecher (seit 1994), Internet und Stadionzeitung seit mehr als 25 Jahren, wofür er mit der silbernen Ehrennadel des niedersächsischen Fußballverbandes Kreis Hildesheim, einer besonderen Urkunde, einem Fußball und viel Applaus ausgezeichnet wurde, ging - für jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit.


Bei der zweiten Ehrung handelte es sich um den 1965 in den Verein eingetretenen Alois Wirries, der als aktiver Spieler und für Vorstandsarbeit in diversen Posten bereits vom SC mit der goldenen Ehrennadel für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet worden war. Bei der Nennung des Namens gab es tobenden Applaus, Jubelrufe, Pfiffe und schließlich kollektive Standing Ovations für mehr als eine Minute, was dem 1. Vorsitzenden schließlich sichtbar Tränen in die Augen trieb. Im Anschluss kam Selzer dann aber doch dazu, Allo ebenfalls für jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit mit der goldenen Ehrennadel vom Kreis Niedersachsen auszuzeichnen, was dieser immernoch sichtlich gerührt entgegennahm.


Seine Fassung gewann er gezwungenermaßen zurück, als er selbst die Ehre bekam, Klaus Ingelmann zu Ehren, der ebenfalls mit gebührendem Applaus empfangen wurde. Ingelmann aka. Pauli hatte das großartige Festheft ganz alleine gemacht, was vom Vorsitzenden zu recht als "Meisterleistung" bezeichnet wurde, wofür ihm von allen Beteiligten gedankt wurde, darunter auch dem Fanfarenzug, der ihn mit einem Strauß Blumen ehrte und was einen Teil des Publikums veranlasste, in laute, rhythmische Pauli-Rufe überzugehen.


Als letzter Programmpunkt wurden von Domke die zwei Damen Birgit Blume, die für 15 Jahre als passives Mitglied des Fanfrenzuges mit einer Urkunde ausgezeichnet wurde, und die ehemalige Landrätin Ingrid Baule auf die Bühne gebeten, die einen Blumenstrauß erhielt. Letztere ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls spontan einige Worte an das Publikum zu richten. In ihrer emotionalen Rede sprach sie von drei Dingen, die sie bewegten. Das erste war, dass es sich um ein großartiges Fest handele, das endlich mal wieder ein Zelt füllen würde, zumal es gemeinschaftlich von den Vereinen ausgetragen wurde - "die G20 in Osaka sind da gar nichts gegen, was ihr hier auf die Beine stellt!". Bei ihrer zweiten Gemütslage handelte es sich um Freude, nicht nur für Allos 25 oder 100 Jahre, sondern dass es ihm wieder gut zu gehen scheine, er sehe blendend aus. Als letztes dankte sie allen ehrenamtlich Aktiven, die "voller Stolz  zurückblicken können, was 100 bzw. 60 Jahre ausmachen". Sie forderte die Ortspolitik auf, dementsprechend anzufangen, den Vereinen richtige Räume zu geben. Ein Statement, das zu tosendem Beifall führte. Die Luiersburger seien nicht nur ein Aushängeschild für den Landkreis, sondern auch weit darüber hinaus, was irgendwann einmal belohnt werden müsse. Sie schloss mit einem Dank für den Strauß.


Domke übernahm das Mikrofon nach weiterem Applaus und zeigte sich überzeugt, dass "Marci und auch Reinhard Wirries uns weiterhin gut unterstützen werden". Im Anschluss richtete er das letzte Grußwort des Fanfarenzuges an den SC Harsum, der sich für die gute Zusammenarbeit im Zuge der Organisation des Festes bedankte und zum 100-jährigen Geburtstag gratulierte und ein besonderes Geschenk überreichte: das Bild der Gründer des SC Harsum in Glas gelasert. 
Direkt danach folgte Alois Wirries mit den umgemünzten Worten Barrack Obamas: "Frag nicht, was kann der Verein für mich tun, sondern was kann ich für den Verein tun", woraufhin er den Helfern für die Renovierung der Duschkabinen des SC Harsum dankte, in erster Linie Albert Wulfes, Walter Wedig, Andreas Grzesik, Alfons Meyer, Heiner Hartmann und Florian Langkopf. Er schloss den Kommers mit den abgewandelten Worten eines weiteren Präsidenten, nämlich John F. Kennedys: "Heute sage ich, ich bin stolz zum SC Harsum zu gehören und ich bin stolz darauf, diesem Verein seit 25 Jahren vorstehen zu dürfen." Er bedankte sich für die Aufmerksamkeit und wünschte noch einen schönen Abend, ehe er das Mikrofon an das Stativ hängte, woraufhin das Essen serviert werden konnte.


Der Kommers stand ganz im Zeichen von Zusammenhalt und Ehrenamt, zwei Aspekte, die in nahezu jeder Rede und Ehrung zum Tragen kamen. Schön war die Zusammenarbeit der Vereine und einige offenbarte Doppelmitgliedschaften unter den Gästen. Etwas weniger schön war der zeitweise respeklose und leider auch laute Geräuschpegel während der Reden, der der krassen Wertschätzung der Geehrten gegenüber stand. Dies konnte allerdings das generelle positive Gefühl, das die Mehrheit aller Beteiligten empfand, nicht trüben. Eine gelungene Veranstaltung, die sogar Tränen fließen ließ - aus Freude!
Fotograf der HAZ bei der Arbeit.
Die vier "Goldies" des SC Harsum.
Die von Timo Rehbein erbeutete Jubiläumsscheibe des SC Harsum.

Michael Weiner und Alois Wirries beim erwähnten Vorgespräch.
Ehemalige SC-Spieler beim Posieren für die Zeitung.




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